Männlichkeiten und Sucht

Menschen zu gesundheitsbewusstem Verhalten zu bestärken gehört zu den Hauptaufgaben der Suchttherapie und -beratung. Hierfür ist eine individuelle Betrachtung des Klienten und seiner Lebenssituation notwendig. Neben Ansatzpunkten wie dem familiären und sozialen Umfeld oder dem Berufsleben wird ein ganz grundlegender Aspekt dabei häufig außer Acht gelassen: das Geschlecht. Auf den folgenden Seiten finden Sie daher Inhalte, die das Thema männerspezifische Suchtarbeit aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und Hilfestellungen für die Praxis bieten. Die ausgewählten 11 Module erfassen Kernthemen der praktischen Arbeit mit suchtkranken Männern.

Zu den einzelnen Themen und (Lehr-)filmen gelangen Sie per Klick auf den entsprechenden Button im Schaubild (s.u.).

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Aktuelles zum Thema


Projektteam und Fachbeirat auf der Abschlussveranstaltung (v.l.n.r. Maik Pohlmann, Markus Wirtz, Frank Happel, Arnulf Vosshagen, Rüdiger Jähne, Udo Vögeli, Sandy Doll, Andreas Böggering und Björn Süfke.)

Endspurt im Projekt "Reine Männersache!?"

Am 13. Juni fand die Abschlusstagung des von der LWL-Koordinationsstelle Sucht durchgeführten Projektes „Reine Männersache!? - Suchthilfe in NRW“ mit knapp 100 Teilnehmenden statt. 

Im Rahmen der Veranstaltung in der Wolfsburg in Mülheim an der Ruhr, stand neben den Ergebnissen des Projektes sowie den entwickelten Materialien vor allem auch die vertiefende Arbeit zum Thema Männlichkeit und Sucht im Mittelpunkt.

Nach einem Begrüßungswort von Projektleiter Markus Wirtz referierte Männertherapeut und Buchautor Björn Süfke unter dem Titel „Männer - Was es heute heißt, ein Mann zu sein“ über die Grundlagen männlicher Sozialisation sowie den prägenden Einfluss des Geschlechtes auf die persönliche Entwicklung. Daran anknüpfend wurde das Projekt „Reine Männersache!?“ und die über die Laufzeit hinweg erarbeiteten Ergebnisse und Materialien vorgestellt. Im Anschluss daran ging Dietrich Riesen in seinem Vortrag „Der Klick zum Kick - Internetpornografie als Suchtmittel?!“ auf Pornografieabhängigkeit als spezielleren Aspekt des Themenbereichs ein. Nach Auflockerung durch einen themenbezogenen Auftritt des Improvisationstheaters „ARTE flessible“, konnten die rund hundert Teilnehmenden am Nachmittag verschiedene Workshops wahrnehmen, in denen vertiefend auf einzelne Bereiche der männerspezifischen Suchtarbeit eingegangen wurde.

Die Präsentationen der Workshops und Vorträge wurden uns von den Referenten zum Teil zur Verfügung gestellt und sind hier abrufbar:

 

Vortrag I: Männer - Was es heute heißt ein Mann zu sein (Björn Süfke)  

Workshop II: Männer in der Suchtselbsthilfe (Frank Happel)

Workshop III: Männer und Gewalt - Die Arbeit mit gewalttätigen Männern (Andreas Böggering)

Workshop V: Geschlechtsliberale Gespräche - Beratung von Frau zu Mann (Björn Süfke)

 

Die hohe Resonanz auf die Veranstaltung bestätigt, dass das Thema Männlichkeit und Sucht auch über das Ende der Projektlaufzeit hinweg ein wichtiger Aspekt im Alltag von Suchtfachkräften bleibt.


Apropos Vatertag...

Am 30. Mai ist Vatertag - oder je nach Region auch Herren- oder einfach Männertag. Einerseits also eine gute Gelegenheit noch einmal an unser Projekt „Reine Männersache!? - Suchthilfe in NRW“ zu erinnern. Andererseits aber auch ein geeigneter Anlass um über das Vatersein als besonderes Kapitel im Leben eines Mannes nachzudenken. Als Vater ist man schließlich Beschützer, Vorbild und Alltagsheld in einem!

Statt eines stabilen, zuverlässigen und unterstützenden Familienumfelds erleben Kinder aus Suchtfamilien jedoch oft das genaue Gegenteil: Instabilität, Unberechenbarkeit, Unkontrollierbarkeit, Gewalt, Misshandlungen, Missbrauch, Vernachlässigung und Diskontinuität prägen ihre Erfahrungen. Kinder von Eltern, die von illegalen Substanzen abhängig sind, können außerdem leichter in Berührung mit Beschaffungskriminalität, sozialer Isolation, Prostitution und Stigmatisierung kommen. Hinzu kommen oft häufige Beziehungsabbrüche und Partnerwechsel der Eltern, welche für Kinder eine zusätzliche Belastung darstellen. Oft vertrauen sich solche Kinder niemandem an, aus Scham, aber auch aus Solidarität den Eltern gegenüber. Ihr psychisches Wohlbefinden leidet.  

Einen Einblick in die Arbeit mit betroffenen Vätern und ihre Gefühlswelt bietet der Kurzfilm „Modul 10: Vater sein“, welcher als Bestandteil einer Reihe von elf Lehrfilmen zu unterschiedlichen Themen aus der praktischen Arbeit mit suchterkrankten Männern im Rahmen des vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales geförderten Projektes „Reine Männersache!? - Suchthilfe in NRW“ entstanden ist.

Alle Filme der Reihe finden Sie auf YouTube.


Was heißt es heute ein Mann zu sein? Wie erleben sich Männer mit männlichen Klienten in der Suchthilfe? Wie können Frauen von den bisherigen Erfahrungen und Ergebnissen profitieren?

Dies sind nur einige Fragen, die im Mittelpunkt der Abschlusstagung des Projekts "Reine Männersache?! - Suchthilfe in NRW" stehen. Das Projekt und die Fachtagung sollen dazu beitragen, das Thema „Mann & Sucht“ wieder stärker in den Fokus der Fachöffentlichkeit zu rücken. Aufbauend auf den Projektergebnissen wird im Rahmen der Fachtagung männerspezifische Suchtarbeit aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und Hilfestellungen für die Praxis geboten. Männliche und weibliche Fachkräfte sind gleichermaßen dazu eingeladen, sich in Theorie und Praxis mit der geschlechtssensiblen Arbeit mit suchtkranken Männern auseinanderzusetzen.

Damit die Lust an der Arbeit nicht zu kurz kommt, nimmt uns das Improvisationstheater „ARTE flessibile“ mit auf ihre Reise durch die Männerwelt.

In den anschließenden Workshops haben Sie dann die Möglichkeit, in weitere praxisrelevante Themen einzusteigen und sich auszutauschen - auch im geschlechtshomogenen Setting.

Wir würden uns freuen, Sie am 12. Juni auf der Fachtagung begrüßen zu dürfen.

Weitere Informationen, das Programm und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

 


3. Fortbildung "Männlichkeiten und Sucht" in Münster

Vom 18. bis 20. Februar fand die dritte vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales geförderte Fortbildung  "Männlichkeiten und Sucht" in Münster statt. Gemeinsam mit Dr. Arnulf Vosshagen referierte diesmal Suchttherapeut und Jungen- Männer- und Gewaltberater Andreas Böggering. Es wurden unterschiedliche Kernthemen der Männerarbeit aufgegriffen, welche den Teilnehmern mal in der Rolle des Gruppenleiters und mal aus Sicht des Klienten erfahrbar gemacht wurden. Die Teilnehmer konnten so in wechselnder Perspektive Erfahrungen in der praktischen Anwendung des Handbuchs "Männlichkeiten und Sucht" sammeln und sich mit möglichen Hürden und Besonderheiten in der Suchtarbeit mit Männern auseinandersetzen.

Aufgrund der hohen Nachfrage auf die begrenzten Plätze bietet die Projektkoordination einen zusätzlichen Veranstaltungsblock zum Selbstkostenpreis an. Die Fortbildung findet vom 08. bis 10. April 2019 statt. Veranstaltungsort ist das Kardinal-Hengsbach-Haus in Essen, der Teilnahmebeitrag beträgt 555,00 Euro und enthält die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie ein Exemplar des von der LWL-Koordinationsstelle Sucht herausgegebenen Praxis-
handbuchs
zum Thema.

Einige wenige Plätze sind noch frei. Melden Sie sich gerne an!

Den PDF-Flyer zur Fortbilung öffnen.

Online können Sie sich für die Zusatzfortbildung anmelden.


Die vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des
Landes Nordrhein-Westfalen
im Rahmen des Aktionsplans
gegen Sucht geförderten Fortbildungsveranstaltungen zum Thema
"Männlichkeiten und Sucht" sind vollständig ausgebucht.

Aufgrund der hohen Nachfrage auf die begrenzten Plätze bietet die
Projektkoordination einen zusätzlichen Veranstaltungsblock zum
Selbstkostenpreis an. Die Fortbildung findet vom 08. bis 10. April
2019
statt. Veranstaltungsort ist das Kardinal-Hengsbach-Haus in
Essen, der Teilnahmebeitrag beträgt 555,00 Euro und enthält die
Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie ein Exemplar des von
der LWL-Koordinationsstelle Sucht herausgegebenen Praxis-
handbuchs
zum Thema.

Einige wenige Plätze sind noch frei. Melden Sie sich gerne an!

Den PDF-Flyer zur Fortbilung öffnen.

Online können Sie sich für die Zusatzfortbildung anmelden.


2. Fortbildung "Männlichkeiten und Sucht" in Haltern am See

Am 23. November endete die zweite Fortbildung "Männlichkeiten und Sucht" mit 12 Teilnehmern im Koenzgen Haus, Haltern am See. Mit den Referenten Dr. Arnulf Vosshagen und Udo Vögeli erprobten sich die Teilnehmer in der praktischen Anwendung unterschiedlicher Methoden zu Kernthemen männerspezifischer Suchtarbeit und lernten anhand des Handbuchs "Männlichkeiten und Sucht" die theoretischen Hintergründe kennen.

Vor allem potentielle Konfliktthemen wie Gewalt oder Sexualität und mit ihnen verbundene Hürden im Arbeitsalltag standen dabei im Fokus. Die Teilnehmer lernten sowohl die Perspektive des Gruppenleiters, als auch die des Klienten kennen und erhielten Gelegenheit, die erlernten Arbeitsweisen unter Berücksichtigung des jeweiligen Settings und möglichen Gruppendynamiken zu reflektieren.

Vom 18. bis 20. Februar 2019 folgt ein dritter Fortbildungsblock in Münster, die Anmeldung ist noch bis zum 03. Dezember über das Online-Formular möglich.


Am 19. November 2018 war Internationaler Männertag. Im Fokus dieses Tages steht das Bewusstsein für Männer- und Jungengesundheit, die Reflektion männlicher Rollenbilder und die Förderungen der Gleichberechtigung der Geschlechter. Diese Ziele teilt auch unser Projekt „Reine Männersache!? -  Suchthilfe in NRW“: um Fachkräfte für diesen Themenbereich zu sensibilisieren und zu qualifizieren sind im Rahmen des Projektes für die Zeiträume vom 21. bis 23. November 2018 sowie vom 18. bis 20. Februar 2019 jeweils dreitägige Fortbildungen geplant. Ziel ist hierbei die Stärkung der geschlechtsbezogenen Handlungskompetenz.

Die Lebenserwartung bei Männern liegt noch immer knapp 5 Jahre unter der von Frauen. Männer sterben 4 mal häufiger an tödlichen Verkehrsunfällen, verursachen 3 mal häufiger unter Alkoholeinfluss Verkehrsunfälle mit Personenschaden, sie erleiden 90% aller tödlichen Arbeitsunfälle und sterben 3 mal häufiger an Lungenkrebs. Auch Aidserkrankte sind zu 80% Männer.  Die Suizidrate bei Männern ist 3 mal höher, dabei sind 65 bis 90% aller Suizide durch Depressionen bedingt, obwohl Frauen wesentlich häufiger als depressiv diagnostiziert werden. Männer neigen dazu, die eigene Gesundheit zu überschätzen, gehen seltener zu Vorsorgeuntersuchungen und zeigen riskantere Verhaltenstendenzen. Letztlich stellen Männer über zwei Drittel der Alkohol- und Drogenabhängigen und über 80% der Alkhol- und Drogentoten.

Auf diesen Seiten werden in Zukunft ergänzende Angebote verfügbar gemacht,  die einzelne Kernaspekte männlichen Lebens und Erlebens und ihre Verbindung zu Suchterkrankungen näher betrachten. Hierzu gehören unter Anderem Themenbereiche wie Männerfreundschaften, Sexualität, Männergesundheit oder die Bedeutung von Arbeit und Freizeit. Insgesamt handelt es sich um 11 Themenfelder, die aktuell auch in Form von Lehrfilmen aufgearbeitet werden. Auch diese Filme werden hier zu finden sein.

Informationen zur Fortbildung „Männlichkeiten und Sucht“, sowie ein Online-Anmeldeformular für Interessierte gibt es hier. Das Projekt wird vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales im Rahmen des Aktionsplans gegen Sucht des Landes NRW gefördert. Die Fortbildung ist für Teilnehmer kostenfrei, die Plätze sind jedoch begrenzt. Anmeldeschluss ist der 03. Dezember 2018.


1. Fortbildung "Männlichkeiten und Sucht" durchgeführt | zusätzlicher Termin im Februar 2019

Vom 03. bis 05. September fand im Kardinal-Hengsbach-Haus in Essen die erste Fortbildung "Männlichkeiten und Sucht" statt. Gemeinsam mit den Referenten Dr. Arnulf Vosshagen und Rüdiger Jähne lernten die Teilnehmer anhand des gleichnamigen Praxishandbuchs das Themenfeld männerspezifischer Suchtarbeit intensiv kennen. Neben den theoretischen Hintergründen konnten vor allem auch praktische Methoden und Herangehensweisen ausgiebig erprobt und angewandt werden.

Die nächste Fortbildung findet vom 21. bis 23. November statt und ist bereits ausgebucht.

Vom 18. bis 20. Februar 2019 folgt ein dritter Fortbildungsblock in Münster, die Anmeldung ist noch bis zum 03. Dezember über das Online-Formular möglich.


Weiteren Informationen zu den Veranstaltungen gibt es bei der Projektkoordination, bei offenen Fragen wenden Sie sich gerne an Sandy Doll oder Maik Pohlmann.



Das Projekt "Reine Männersache!?" - Suchthilfe in NRW wird vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Aktionsplanes gegen Sucht finanziert.

LWL-Koordinationsstelle Sucht

Tel.: +49 251 591 - 3267
Fax: +49 251 591 - 5484

E-Mail: kswl@lwl.org

 

Kompetenz in Sachen Sucht für Westfalen-Lippe

Die LWL-Koordinationsstelle Sucht ist das 1982 gegründete Kompetenzzentrum für die Suchthilfe in Westfalen-Lippe. Mehr als 730 Einrichtungen der Suchthilfe nehmen unsere Dienste bereits in Anspruch. (weitere Informationen)