Vorträge

Björn Süfke, Männertherapeut und Buchautor

Männer. Was es heute heißt, ein Mann zu sein. (Björn Süfke)

Was gestern noch als männlich galt, ist heute verpönt – und auch wieder nicht. Der Mann von heute soll gefühlvoll sein, aber kein Weichei. Ein 24-Stunden-Papa, aber bitte auch beruflich ein Überflieger. Kein Wunder, dass Mann verwirrt ist. In „Männer. Was es heute heißt, ein Mann zu sein“ fordert der Männertherapeut Björn Süfke seine Geschlechtsgenossen daher auf, sich von den Ansprüchen der Gesellschaft, den traditionellen wie den modernen, loszusagen und ihre eigene Männlichkeit „neu zu erfinden“. Und er appelliert an die Frauen, diese Veränderungen auch wirklich zuzulassen. Denn nur so werden wir letztlich alle profitieren: durch Partner- und Elternschaft auf Augenhöhe und eine wahrhaft gleichberechtigte Gesellschaft.
 

Björn Süfke hat Psychologie in Bielefeld studiert und seine Ausbildung in personenzentrierter Psychotherapie absolviert. Bereits seit zwanzig Jahren arbeitet er therapeutisch und beraterisch mit Männern und ist außerdem Autor mehrerer Bücher über das Mann (und Vater) sein.

Leseproben und weitere Informationen gibt es auf www.maenner-therapie.de.

Die Präsentation zum Vortrag gibt es hier.

Dietrich RIesen, Erzieher und Jugendreferent, Systemischer Berater i.A.

Der Klick zum Kick - Internetpornografie als Suchtmittel?! (Dietrich Riesen)

Der kostenlose und jederzeit verfügbare Zugang zu einer unendlichen Fülle von Pornografischen Angeboten im Internet ist eine Realität, die von einer Mehrheit der erwachsenen Männer genutzt wird. Was macht Pornografie so attraktiv? Worin unterscheidet sich der Konsum bei Männern und Frauen? Welche Auswirkungen können auftreten und welche Möglichkeiten gibt es für die Männerarbeit? Die Veranstaltung vermittelt ein Verständnis für eine noch weitgehend tabuisierte Problematik und gibt Anregungen zum Umgang mit Betroffenen und deren Angehörigen.

Dietrich Riesen ist Erzieher und Jugendreferent, Systemischer Berater i.A., fortgebildet in ESSP (Entwicklungssensible Sexualpädagogik), Beratung, Prävention und Fortbildung.

Kontakt: www.return-mediensucht.de

Workshops

WS I       Rüdiger Jähne
"Wir können über alles reden... nur nicht über mich!?"
Erfolgreiche Beratung von Mann zu Mann
 

Männer haben Lösungen keine Probleme. Während Frauen weniger Hemmungen haben, sich mit anderen über ihre Sorgen und Nöte auszutauschen und bereit sind, professionelle Hilfeeinrichtungen aufzusuchen, so tun sich Männer oft schwer, sich Probleme einzugestehen und sich Hilfe zu suchen. Besonders sich mit der eigenen Lebenssituation und den damit verbundenen Wünschen und Sorgen anderen gegenüber zu öffnen, fällt vielen Männern schwer. Die Praxis zeigt, dass Männer in die Beratung kommen, wenn sie die Sicherheit haben, dort auf Männer zu treffen, die sich ganz bewusst dazu bekennen, Fachmann für Männerfragen zu sein. Der Workshop bietet einen Einblick, wie Beratung mit Männern gelingt und wie wichtig es ist, Männern mit der richtigen Ansprache zu begegnen.

WS II      Frank Happel
Männer in der Suchtselbsthilfe

Der Workshop will die besonderen Potentiale und Bedarfe von Männern in Gruppen der Suchtselbsthilfe darstellen und diskutieren sowie die Beteiligten aus dem ehren- und hauptamtlichen Hilfesystem zusammenführen. Er will die Sinnhaftigkeit eigener Angebote für Männer neben der allgemeinen Suchtselbsthilfe aufzeigen, bestehende Angebote bekannt machen und zu Neugründungen von Männergruppen anregen.

Die Präsentation zum Workshop gibt es hier.

WS III     Andreas Böggering
"Und dann ist mir einfach die Hand ausgerutscht..."
Männer und Gewalt - Die Arbeit mit gewalttätigen Männern

Gewalttätige Männer gibt es in allen Bevölkerungsschichten. Alter, Bildung, Einkommen, Religion und andere Dinge sind keine prägenden Motive. Es gibt kein „typisches Täterbild“, Männer werden aus den unterschiedlichsten Gründen gewalttätig. Den Opfern von Gewalt steht seit Jahren ein Hilfesystem zur Verfügung, wobei Männer häufig mit ihrer eigenen Problematik allein gelassen wurden. Als Männer- und Gewaltberater bieten wir ein Beratungsangebot für Jungen und Männer an, die gewalttätig geworden sind oder Angst haben, gewalttätig zu werden und ihr Verhalten verändern wollen. Ziel der Beratung ist die volle Verantwortungsübernahme für die eigenen Handlungen, so dass Männer ihr Handeln als bewusste Entscheidung erleben und sich folglich auch gegen Gewalt entscheiden können. Der Workshop gibt einen Einblick in die Arbeit mit gewalttätigen Männern und bietet die Möglichkeit für einen fachlichen Austausch.

Die Präsentation zum Workshop gibt es hier.

WS IV     Arnulf Vosshagen
"Das Geweih kommt an den Haken!"
Umsetzung männersensibler Gruppenarbeit mit suchtkranken Männern
(Workshop nur für Männer)

Der Workshop geht der Frage nach, was reine Männergruppen sinnvoll oder vielleicht auch notwendig macht in einer Suchtbehandlung, die Geschlechtsrollenschemata ansonsten wenig hinterfragt. Für Männer kann es hilfreich sein gemeinsam mit anderen Männern nach einer Neudefinition männlicher Stärke zu suchen, Verletzbarkeit wahrzunehmen oder sich von einer Affektregulation durch Suchtmittel zu verabschieden. „Doing gender with(out) drugs.“ Neben Besonderheiten und Zielen männersensibler Suchtarbeit werden die Themen des Manuals „Männlichkeiten und Sucht“ beschrieben und in kurzen Übungen verdeutlicht.

WS V      Björn Süfke
Geschlechtssensible Gespräche - Beratung von Frau zu Mann
(Workshop nur für Frauen)

Ein wichtiger Aspekt bezüglich jeder Art von Beratungsgesprächen mit Männern ist die Tatsache, dass Jungen und Männern im Laufe ihrer Sozialisation der Zugang zu ihren Gefühlen mehr und mehr erschwert wurde, was letztlich zum „männlichen Dilemma“ des mangelnden Selbstbezugs führt. Im Beratungssetting entsteht zudem noch ein „Männerberatungsdilemma“, da dort die Arbeit mit und an Gefühlen explizit gefordert ist. Für Frauen als Männerberaterinnen kommen häufig noch weitere Schwierigkeiten dazu: Manche davon gehen vom Klienten-Mann aus – wie etwa Abwertung oder eine Sexualisierung des Kontakts. Aber auch die Beraterinnen bringen natürlich „ihre persönlichen Männerthemen“ mit: Vorurteile, Vorerfahrungen oder auch ein mangelndes Verständnis der männlichen Psyche. Um diesem „dreifachen Dilemma“ gerecht werden zu können, ist eine männerspezifische Herangehensweise nötig, deren immer wiederkehrendes Kernelement die „liebevolle Konfrontation“ ist: Die Männer sollen bzw. dürfen in einem sowohl konfrontativen als auch solidarischen Setting lernen, Kontakt zu ihren Gefühlen aufzunehmen und diesen Selbstbezug hilfreich ins Gespräch einzubringen. Der Mann wird dabei in einem doppelten Sinne „zur Sprache gebracht“, d.h. inhaltlich zum Thema gemacht und zu einem persönlicheren Sprechen „verführt“.

Die Präsentation zum Workshop gibt es hier.

ARTE flessibile

Die Zuschauer erwartet improvisiertes Theater. Wer, wenn nicht die Männer, improvisieren gerne den ganzen Tag. Das dies auch im Theaterspiel möglich ist und zudem die Lachmuskulatur anregt, beweisen Andreas Gilles und Jens Hoppe vom Improtheater ARTE flessibile. Szenen die in diesem Augenblick entstehen und so nicht wieder gespielt werden. Der Zuschauer gibt per Zuruf vor wer, wo ,was gespielt wird.